CHI-Tanz / Eurythmie


Toneurythmie, Beethoven Adagio Cantabile


Das Bewegungselement an sich durchweht jeden einzelnen Raum und jedes einzelne Zeitelement substantiell. Der sich bewegende Mensch im weitesten Sinne vermag aus der alten, abgeschlossenen Evolution herauszutreten, kann sich umgestalten und das Neue mitvollziehen.
Joseph Beuys

Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde.
Nietzsche

Oh Mensch, lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel mit Dir nichts anzufangen.
Augustinus
Eurythmie � ist eine Bewegungskunst, bei der wir uns nicht nur zur Musik bewegen, wir sind die Musik. Das was wir h�ren bewegen wir mit unserem K�rper und unserer Seele. Wir bewegen uns auch zu Worten, Gedichten, Geschichten � wir sind das was wir sprechen. Wer Freude hat Alles zu bewegen ist herzlich willkommen!
Wir bewegen uns mit den Kr�ften des CHI der Lebensenergie, �hnlich wie beim Tai Chi oder Chi Gong, nur dass wir diese Bewegungen k�nstlersich gestalten.

CHI-Tanz /Eurythmiekurse:



CHI-Tanz/ Eurythmiekurs, Fortgeschrittene,
Der Schwerpunkt in dem Kurs ist auf zeitgen�ssische und aus dem 20 Jahrhundert kommende Lyrik und Musik gelegt. Wir suchen nach geeigneten Ausdrucksformen innerhalb der Eurythmie dieser Sprache gerecht zu werden, verlassen die "klassische" Eurythmie zu Gunsten von Neuem, gemeinsam zu Findenden!
auf Anfrage:
Einzelunterricht, 50.- Euro,
zu zweit, je 25.- Euro,
Kurs, 20.- Euro
Intensivtag, auf Anfrage

Studio für BewegungsChiffren
Diana-Maria Bernhard-Sagvosdkina
Mobil: 0049-(0)175-5017409

Ab Februar 2020:
Talstr.39/1
75378 Bad Liebenzell, Maisenbach

info@bewegungschiffren.de
www.bewegungschiffren.de

info@bewegungschiffren.de.





Wasser-Chi / Wasser-Eurythmie und Klangschalenmassage & Konzert im Wasser



Ein besonderes Angebot: Wir haben zwei Stunden ein warmes Becken f�r uns, beginnen mit Wassereurythmie, (statt Wassergeymnastik) um unsere Bewegungsf�higkeit sanft zu steigern, wie viel leichter l�sst es sich im Wasser bewegen! Eurythmie arbeitet mit den Kr�ften des CHI wie Tai chi oder Chi gong. Dann liegen wir entspannt im warmen Wasser und die Klangschalen schwimmen auf dem Wasser und wir lauschen den Kl�ngen und sp�ren durch das Wasser hindurch die sanften Kl�nge der Klangschalen.
F�r eine Gruppe bis 10 Leuten 200.- Euro
Eintritt pro Person 20 Euro
nur mit Voranmeldung!
und auf Anfrage

und nach Vereinbarung!



Kleinkinder Eurythmie
auf Anfrage


Eurythmie,
Das Wort kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus 2 Worten zusammen: Rhythmus als einer Ordnung von Polarit�ten und Eu- im Sinne von harmonisch, woraus sich die Worterkl�rung ergibt: Eurythmie ist eine harmonisch-rhythmische Ordnung von Polarit�ten.

Das Wort Eurythmie wurde im 2. Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts im Zusammenhang mit dem Tanz benutzt von Rudolf Steiner und von Rudolf von Laban.

Rudolf Steiner entwickelte aus seinen natur- und geisteswissenschaftlichen Forschungen die Anthroposophie. Wichtig war ihm immer die Anwendung im praktischen Leben. Die Eurythmie entstand ab 1912 in einer Zeit des allgemeinen t�nzerischen Umbruchs:Isadora Duncan begeisterte mit ihren nicht akademischen Formen des Tanzes . Nijinski revolutionierte mit seinen Choreografien das Ballett, indem er dessen bisheriges Bewegungssystem infrage stellte. Und verschiedene Formen des Ausdruckstanzes kamen auf die B�hnen. Rudolf Steiner wollte aber mehr als nur neue Formen von Bewegung und Gef�hlen darzustellen. Er wollte mit der Eurythmie das Seelische und das Geistige in den Ausdruckstanz hineinbringen.

Musik und Sprache sah er als geistige Kr�fte, aus denen heraus sich die Welt und der Mensch entwickelt hatten. Dabei bezog er sich jeweils auf den Anfang des alten und neuen Testaments, wo es hei�t: "Gott sprach: Es werde Licht..." und "Am Anfang war das Wort...und Gott war das Wort". In anderen Kulturen gibt es �hnliche Gedanken z.B. im Indischen: "Nada Brahma - die Welt ist Klang". Die hebr�isch-christliche Tradition war die eine Quelle, auf die er sich im Zusammenhang mit der Eurythmie bezog. Die andere war die antike griechische Kultur. Eurythmie bedeutete damals das vollendete Ebenma�, die Harmonie der Lebens- und Ausdrucksformen des Menschen. Die Eurythmie galt als h�chstes Lebens- und Erziehungsideal. ( aus Tanzlexikon, Schott, 1985 )

In Bezug auf die Sprache gab es den Mythos von einer verloren gegangenen Ursprache.
Es ist die Leistung von Rudolf Steiner, da� er die Quelle des Sprachlichen, im K�rper und seinen Bewegungen fand. Mit den Vokalen k�nnen Gef�hle direkt ausgedr�ckt werden: "Aah, oh, uh..." . Mit den Konsonanten beschreiben wir lautmalerisch die Formen und Zust�nde der Welt: mit dem P zum Wortanfang beim Wort "Platzen" oder dem Sch bei "Sch�umen" wird das Angesprochene mit dem Einleitungslaut auch ausgedr�ckt.Weitere Beispiele kann jeder selber finden. F�r jeden einzelnen Laut kann eine entsprechende K�rpergeste gefunden werden, wodurch Laute, Worte, ganze S�tze mit dem ganzen K�rper verstanden werden. Zerlegen wir einen Text in die Lautsprache und diese in die K�rpersprache, dann k�nnen wir zu jeder lautlichen eine entsprechende k�rperliche Geste finden. Aus einem abstrakten Wort gewinnen wir wieder, mit Hilfe unseres K�rpers, ein seelisches Erlebnis. Bei "Wind, Wellen, Wasser" steht nicht zuf�llig das W jeweils am Anfang. Dies wird deutlich, wenn man diese Worte in eurythmische Bewegungen �bersetzt. Auf diese Weise k�nnen Gedichte in eine sichtbare Form �bergef�hrt werden: der abstrakte Inhalt wird sichtbar durch den K�rper. Was hier entsteht ist die Laut-Eurythmie. Genauso finden sich Entsprechungen zwischen der Musik und menschlischen Haltungen und Bewegungen. In der Ton- Eurythmie wird nicht zur Musik getanzt, sondern es besteht die M�glichkeit die Musik selbst sichtbar werden zu lassen. So kann kann in einer gewissen Entsprechung zu Chladni`s Klangformen Spache und Gesang in die sichtbare Erscheinung treten. ( Chladni bestrich Ende des 18. Jahrhunderts Metallscheiben mit Sand bestrich den Rand mit einer Bogensaite, so da� je nach dem erzeugten Klang verschiedene Muster durch den Sand zeigten)
Rudolf von Laban, spricht in seinem Buch "Die Welt des T�nzers" (erschienen 1918), vom h�chsten Ziel der Tanzkunst, der Eurythmie. Im weiteren Verlauf seines Lebens enwickelt er eine Tanzschrift, um Bewegungsabl�ufe festhalten zu k�nnen, die in Tanzkreisen auch heute noch benutzt wird. Das Wort Eurythmie findet sich bei ihm in sp�teren Jahren nicht mehr, so da�, wenn man heute von Eurythmie spricht, die Eurythmie von Rudolf Steiner gemeint ist.

Die Entstehung und Entwickelung der Eurythmie

"Die Eurythmie ist uns eigentlich auf dem Boden der anthroposophischen Bewegung wie eine Schicksalsgabe zugewachsen. Es war im Jahre 1912, da verlor eine anthrposophische Familie den Vater, und die Tochter suchte einen Beruf, der nun aus der anthroposophischen Bewegung hervorgeholt werden sollte.
Und da ergab es sich aus mancherlei Absichten ... da� eine Art von Raumbewegungskunst, die es damls noch nicht gab, gerade bei dieser Gelegenheit inauguriert (begonnen) werden konnte.
Es geh�rt damit gerade diese Eurythmie zu denjenigen Konsequenzen der anthroposophischen Bewegung, die eigentlich immer so zugewachsen sind, da� man die ersten Anf�nge wie eine Schicksalswendung genommen hat und dann ungef�hr so davorgestanden hat, wie ich vor den S�ulenformen im Goetheanum (in Dornach, Schweiz) stand, die sozusagen durch das k�nstlerische Schaffen ein eigenes Leben gewannen, noch etwas ganz anderes hatten als dasjenige, was urspr�nglich hineingelegt worden ist.
So ist es immer, wenn man sich f�r das k�nstlerische Schaffen oder �berhaupt f�r das menschliche Schaffen hingibt an die schaffenden Kr�fte der Natur.
Wie die schaffenden Kr�fte der Natur selber gleichsam aus einem Unendlichen heraus arbeiten, so da� immer viel mehr herausfinden kann aus dem, was entsteht, als dasjenige ist, was man zun�chst hineingelegt hat, so ist es, wenn man sich beim k�nstlerischen Schaffen mit den sch�pferischen Kr�ften und M�chten der Natur verbindet.
Man f�hrt dann nicht nur eng begrenzte Impulse aus,sondern man kommt dazu, da� man zuletzt eine Art von Werkzeug wird f�r die sch�pferischen M�chte der Welt und da� eben viel mehr aus der Sache herausw�chst, als man urspr�nglich beabsichtigen konnte."
( Rudolf Steiner, Penmaenmawr, 26. August 1923 )

Die russische Malerin Malerin Margarita Woloschin schreibt in ihren Lebenserinnerungen "Die gr�ne Schlange", da� Rudolf Steiner im Mai 1908 in Hamburg einen Vortrag �ber den Prolog des Johannes-Evangeliums hielt,das mit folgenden Worten beginnt: " Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort...":
Nach dem Vortrag trat er zu mir und fragte: "K�nnten Sie Das tanzen?" - Ich war �ber diese Frage nicht erstaunt, weil ich von meiner Kindheit an das Bed�rfnis hatte, jedes tiefere Erlebnis zu tanzen; und da� Rudolf Steiner "alles wei�", davon war ich �berzeugt. Ich antwortete ihm: "Ich glaube, man k�nnte alles tanzen, was man f�hlt." - "Aber auf das Gef�hl kam es doch heute an!" Diesen Satz wiederholte er und blieb eine Weile vor mir stehen, indem er mich anschaute, als wenn er auf eine Frage wartete. Ich fragte ihn aber nicht.

Die Vorgeschichte von Tanz und Eurythmie

In Indien finden sich noch die Anf�nge der menschlichen Kulturentwicklung. Die wesentlichen Elemente des altindische Theaters sind Tanz und Musik. Die Welt wird als Schein (Maja) einer in der eigenen Innenwelt zu erfahrenden Wirklichkeit dargestellt.
Ursprung des �u�erlichen geschichtlichen Geschehens bildet ein mythisch-mystisches Geschehen. Der Mythos wird in einem mystischen Einswerde-Akt vom Zuschauer verstanden.
Der Schl�sselbegriff daf�r ist "Rasa": eine "Raserei", eine menschliche Leidenschaft wird in stilisierten Formen dargestellt. Diese Emotion erzeugt eine ebensolche beim Zuschauer. Furcht und Mitleid, Lachen und Weinen und die Erregung noch weiterer Gef�hle sollten zur geistigen Wandlung und Befreiung des Zuschauers f�hren. Bei den Nat-Ur-(atlantischen)V�lkern werden die Menschen noch ohne Distanzierungsm�glichkeit von einem Geist besessen, "geritten" (Sie reiten also noch nicht selbst das "Darstellungspferd")
Die Stilisierung bedeutet, auf der Grundlage einer Weiterentwicklung der F�higkeit zur Subjekt/Objekt - Trennung eine Gestensprache zu entwickeln. Diese und weitere feste Formen und Strukturen werden tanzend dargestellt.
Die Botschaft dieses Theaters war durch eine "archaiische" Heiterkeit gepr�gt: alles ist ein g�ttliches Spiel und noch keine Trag�die. Der Tod wird noch eher gefeiert und noch nicht so ernst genommen. Das Leben ist der Tanz eines Gottes, Shivas oder in weiblicher Form z.B. Kalis.
Der Tanz als Zeitbewegungskunst, als Bewegung in der Zeit, vernichtet in jeder Bewegung das zuvor Gewesene und so wird in einer g�ttlicher Gestalt, in ihrem Tanze, dessen Macht �ber Leben und Tod dargestellt.
In den Kulturen weiter westlich wird der Gott durch Tod und Auferstehung gef�hrt und im Christentum sogar Mensch: das Abild erkennt sich seiner selbst bewu�t, im Urbild, weshalb Jesus der Gottesl�sterung angeklagt war. Denn nun werden die guten von den schlechten Kr�fen streng unterschieden. Im Europa des Mittelalters kennt man statt eines tanzenden Gottes nur den tanzenden Tod. Das heitere Spiel wird von einem asketischen Ernst ersetzt.

F�r weiter Interessierte: Eurythmie als naturwissenschaftlicher Illussionismus Anmerkungen zur Dogmatisierung eines Missverst�ndnisses Thomas Brunner

Eurythmieuntericht können Sie erhalten von:

Studio für BewegungsChiffren
Diana-Maria Bernhard-Sagvosdkina
Mobil: 0049-(0)175-5017409

Ab Februar 2020:
Talstr.39/1
75378 Bad Liebenzell, Maisenbach

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